Massnahme 3.3.5.1

Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt durch die Mitwirkung in intergouvernementalen Institutionen und Programmen der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe

Daueraufgabe International

3.3.5.1. Die Schweiz setzt sich für die Bekämpfung aller Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt und schädlichen Praktiken ein, indem sie in intergouvernementalen Institutionen mitwirkt und Programme der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe durchführt.

Inhalt

Das Projektaktivitäten der IZA/HH umfassen die Gewaltprävention, sowie den Schutz und die Unterstützung von Opfern, bzw. Überlebender sexueller und geschlechterbasierter Gewalt
IZA/HH Umsetzungspartner werden angehalten und darin unterstützt, PSEAH Massnahmen einzuführen und umzusetzen
Auf internationaler und multilateraler Ebene engagiert sich die Schweiz in den CSW Verhandlungen, im Politikdialog, in der Initiative ‘Call to Action on the Protection from Gender-based violence in Emergencies’ und im ‘Women Peace and Security Focal Points Network’

Ziel

Projekte, Aktivitäten der Internationalen Zusammenarbeit und Humanitären Hilfe (HH) bekämpfen alle Formen der sexuellen und geschlechterbasierten Gewalt
Die Schweiz engagiert sich auf internationaler und multilateraler Ebene für die Entwicklung und Umsetzung globaler Standards, für Anwaltschaft, Mobilisierung von Ressourcen und Koordination von relevanten Akteuren der IZA/HH zur Gewaltbekämpfung
Die IZA ergreift Massnahmen für die Umsetzung der OECD Empfehlungen zur Prävention sexueller Ausbeutung, Missbrauch und Belästigung (PSEAH)
Die Schweiz engagiert sich für die Stärkung der Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit durch ihren Nationalen Aktionsplan 1325 und durch die Sicherstellung seiner effektiven Umsetzung

Federführend

EDA: Abteilung Frieden und Menschenrechte (AFM), Staatssekretriat und Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA); WBF: Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)

Partner

Internationale Zusammenarbeit der Schweiz (IZA): Die DEZA und das SECO setzen in ihren Schwerpunktändern und in der Humanitären Hilfe Projekte um in Zusammenarbeit mit Umsetzungspartnern in den Ländern, aus der Schweiz (z.B. Schweizer NGOs) und mit multilateralen Organisationen

Status

Daueraufgabe

Umsetzungsstand

Engagement auf multilateraler Ebene, insbesondere in Genf und New York, in Menschenrechtsforen. Insgesamt 16 Millionen pro Jahr für die Bekämpfung von GBV im Rahmen der humanitären Hilfe und der internationalen Zusammenarbeit. Engagement der Schweiz für die Multi-Stakeholder-Plattform "Call to Action" und deren Roadmap 2021-2025.

Meilensteine / Zeitplan

IZA: Kontinuierlich, im Rahmen der Umsetzung der neuen IZA Strategie 2021-2024


Gesetzliche Grundlagen
Bestehende

BV Art. 54 Abs. 2
Bundesgesetz über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Bundesgesetz über die Zusammenarbeit mit den Staaten Osteuropas

Gesetzliche Grundlagen
Neu zu schaffende

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Indikatoren / quantitative Ziele

IZA: Indikatoren der DEZA zur Umsetzung der IZA Strategie 21-24:
Anzahl der Personen (Frauen und Männer, Mädchen und Knaben), die verschiedenen Formen von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt waren und Unterstützung erhalten haben (medizinische und/oder psychosoziale und/oder rechtliche Unterstützung).

Weitere Grundlagen

Strategie der Internationalen Zusammenarbeit der Schweiz 2021-2024
EDA Strategie zu Geschlechtergleichstellung und Frauenrechten
Nationaler Aktionsplan der Schweiz für die Umsetzung der Resolution 1325 des UNO Sicherheitsrates.

Ressourcen

IZA: Finanzielle und Personelle Ressourcen gemäss Budgetrahmen für die Umsetzung der IZA Strategie 2021-2024 und die der jährlichen Verpflichtungen für IZA Projekte und Partner-Beiträge


Handlungsfeld

Geschlechtsspezifische Gewalt Auf internationaler Ebene wird die Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt entsprechend den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Agenda 2030 verstärkt

Inwiefern sind Kantone, Städte oder Gemeinden von der Massnahme betroffen?